Der ganz normale Wahnsinn – Dauergrillen im Trainingslager

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Was passiert wenn 6 Grillverrückte anfangen ein Wochenende mit Fleisch und Bier zu planen? Richtig, es wird ein klitzekleinwenig übertrieben. Eine Armada an Grillgeräten? Check! Kaltes Bier? Die Zapfanlage wird eingepackt! Essen für drei Fußballmannschaften? Klar doch! Und zu guter Letzt wird auch noch der Pokertisch mit über zwei Metern Durchmesser auf den vollgestopften Anhänger geladen. Lasst den Wahnsinn beginnen….

Die Idee für das Wochenende kam uns vor einiger Zeit während einer -wie immer viel zu kurzen- Trainingssitzung. Da wir alle beruflich und familiär gut eingespannt sind, bleibt bei einem normalen Trainingstermin zumeist keine Zeit um Long-Jobs wie Pulled Pork zu testen. Ein ganzes Wochenende zum Grillen, Fachsimpeln und Bier trinken hingegen sollte genug Möglichkeiten bieten um auch aufwändigere Gerichte zu trainieren.

Der Entschluß war schnell gefasst, aber die Suche nach einer geeigneten Unterkunft stellte sich etwas schwieriger dar als ursprünglich gedacht. Der Vermieter sollte ja keinen Herzinfarkt bekommen, wenn wir diverse Grills aus den Autos laden und auf Diskussionen zum Thema Geruchs- oder Lärmbelästigung hatten wir auch keine Lust. Fündig geworden sind wir dann schliesslich am Niederrhein. Ein umgebautes Bauernhaus beherbergt heutzutage zwei Ferienwohnungen, der Vermieter amüsierte sich über unser Vorhaben und der Garten bietet mehr als genug Platz für unsere Ausrüstung.

Nach dem Auspacken am Freitag Nachmittag wanderten als erstes zwei Beer-Can-Chicken für eine erste Stärkung auf den Grill und kurze Zeit später folgte noch ein direkt gegrillter Tafelspitz. Die Hauptaufgabe am Freitag war aber der teaminterne Wettbewerb zum Rippchenkönig. Mit gleichen Ausgangsvorraussetzungen (Ware, verwendeter Smoker, Abgabezeit) galt es die besten Rippchen zuzubereiten. Bewertet wurden Aussehen, Zartheit und Geschmack (doppelte Punktzahl). In einem engen Wettkampf setzte sich Simon am Ende mit einem Punkt Vorsprung vor den punktgleichen Alexis und Lars durch.

Ausgiebig feiern konnte Simon seinen Sieg aber nicht, am Samstag morgen wartete bereits die nächste Aufgabe. Der Smoker mußte wieder auf Temperatur gebracht werden um den Schweinenacken für das Pulled Pork aufzulegen. Da der Smoker eh den ganzen Tag befeuert werden würde, wanderte auch ein Beef Brisket mit in Garkammer. Um den wiedererlangten Appetit zu bändigen, gab es Pancakes mit Speck von der Griddleplate zum Frühstück. Im Laufe des Tages wurden dann auch noch Dorade in Curry-Kokos-Marinade, Schweinefilet im Blätterteig mit einer Pilzfarce, eine Riesenbratwurst nach Pfälzer Art und diverse Beilagen gegrillt.

Der Abend war gefüllt mit diversen Vorträgen rund um das Thema Grillen und der ein oder anderen Pokerpartie. Nach rund 13 Stunden in der rauchigen Hitze des Smokers war das Pulled Pork bei 95 Grad Kerntemperatur angekommen und konnte serviert werden. Zusammen mit Krautsalat und zweierlei Barbecue-Sauce wurden die Fleischfetzen auf Brötchen gestapelt und verschlungen. Unsere Mägen waren zu diesem Zeitpunkt aber schon arg strapaziert – es gab ja schliesslich erst kurz vorher das Brisket und ein No-Knead-Bread aus dem Dutch Oven.

Sonntags waren eigentlich alle überfressen und keiner dachte an Frühstück, nach den ersten Aufräumarbeiten schien sich aber wieder etwas Hunger einuzustellen und die Reste des PP wurden aufgefuttert. Um den Hänger wieder mit allen Utensilien zu beladen wurde ja auch noch Kraft gebraucht. Am frühen Sonntag Nachmittag traten wir dann geschafft aber zufrieden die Heimreise an.

Alles in allem hatten wir ein rundum gelungenes Wochenende, das auf jeden Fall wiederholt werden wird. Das tolle Ferienhaus mit klasse Ausstattung bietet den perfekten Rahmen um in aller Ruhe zu Grillen und zu Feiern. Beim nächsten Mal sollten wir nur das ganze Haus mieten – dann können noch mehr Leute mitgrillen und wir haben endlich genug Abnehmer für das ganze Essen!

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