Spanferkel-Party mit den Nachbarn

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Warum immer auf runde Geburtstage oder ähnliche Anlässe warten, um aufwändig zu feiern? Manchmal sollte man sich selber Gründe schaffen – z.B. in Form eines rotierenden Schweinchens. Freunde, Verwandte und Bekannte kommen gerne vorbei, wenn Sie mit leckerem Essen gelockt werden und es ergeben sich tolle Gelegenheiten zu Lachen und zu Klönen.

Die Fakten

  • Ein grillfertiges Spanferkel mit 26kg Gewicht
  • 2 Dutch Oven mit Kartoffelgratin
  • 2l Thymian-Malzbiersauce
  • 5 gemischte Salate
  • Feinster Sonnenschein mitten im Oktober
  • Jede Menge kalte Getränke
  • rund 6,5 Stunden Garzeit
  • 45 begeisterte Nachbarn

Worauf solltet ihr beim Spanferkelgrillen achten?

  • Genug Salz! Überwürzen ist bei einem so großen Stück Fleisch fast unmöglich, Unterwürzen sehr einfach. Reibt das Schwein von innen und außen kräftig mit Salz ein und macht speziell an den Gelenken kleine Einschnitte, in die Ihr ordentlich Salz einrieseln lasst. Wer mag kann auch mit einer 10%igen Salzlake die Würzung direkt in die dicken Fleischstücke einspritzen.
  • Bondage, baby! Ihr müsst das Schwein sehr gewissenhaft fest schnüren und es möglichst sicher am Spieß befestigen. Jede Unwucht wird durch die Drehbewegung verstärkt und beim Garen zieht sich das Fleisch zusammen. Hektisch über dem Feuer zu hantieren und z.B. rausgerutschte Beine wieder zu fixieren macht keinen Spaß! Neben guten Klammern klappt das Befestigen am besten mit Draht (blanker Stahl, nicht verzinkt) und einer Zange.
  • Früh anfangen! Spätestens wenn die Haut anfängt knusprig zu werden steigt die Ungeduld der Gäste ins Unermessliche. Die Kerntemperatur in den Keulen sollte zum Servieren mindestens bei ca. 75 Grad liegen, ihr könnt das Schwein aber auch bis 90 Grad auf dem Spieß lassen und als Pulled Pork servieren. Mit höherer Temperatur zu garen, weil die Gäste hungrig sind, funktioniert meistens leider nicht und sorgt für ein verbranntes Schweinchen. Plant also von Anfang an genug Zeit ein und erspart Euch Stress am Ende.
  • Mittlere Hitze zu Beginn, starke Hitze zum Ende! Es dauert einige Zeit, bis eine Schinkenkeule auf Temperatur kommt. Startet jeweils mit einem Glutbett unter den Vorder- und Hinterläufen und nur wenig Glut unter der Bauchregion. Sollten einzelne Stellen zu früh dunkel werden könnt ihr sie mit Alufolie abdecken. Ein Windschutz um den Grill hält die Temperatur konstant und ihr braucht weniger Brennmaterial. Gegen Ende wenn die gewünschte Kerntemperatur erreicht ist legt Ihr glühende Kohle oder Holz nach – die krachende Popocorn-Kruste entsteht jetzt mit höherer Hitze in kürzester Zeit. Passt auf, dass Euch die Kruste jetzt nicht verbrennt!
  • Schwarte portionieren! Gerade zu Beginn des Buffets lohnt es sich anstatt Selbstbedienung den Gästen Fleisch und ein Stückchen Kruste auszuteilen. Sonst laden sich die (gierigen) ersten Gäste riesige Stücke Schwarte auf den Teller und der Rest bekommt nichts mehr ab. Wenn alle die erste Portion gegessen haben, könnt Ihr das Schweinchen ja zum Picken freigeben.

Wann grillt Ihr das nächste (oder vielleicht das erste) Schweinchen?

Lasst Euch nicht durch die Größe einschüchtern, mit etwas Ruhe und guter Vorbereitung ist ein Ferkel vom Grill kein Hexenwerk. Den Richtigen Garpunkt zu treffen ist eigentlich einfacher als bei einem Steak und wirklich falsch machen könnt ihr kaum etwas. Wenn viele helfende Hände mit anpacken ist der Aufwand auch halb so wild. Probiert es aus!

Ach ja, Knusprige Spanferkelkruste ist übrigens ein ideales Topping für eiskalten Wodka zur Verdauung nach dem Festmahl!

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