Jucy Lucy – ein umgekrempelter Cheeseburger

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Als meine Frau am Mittwoch gegrillte Hamburger zum Abendessen verlangte, musste ich nicht lange überlegen. Dank einer Satelliten-Schüssel kann ich das englische Food Network empfangen und Diners, Drive-ins & Dives ist eine oft gesehene Sendung, die schon für so manche Idee auf meine Grill-To-Do-Liste gesorgt hat. In einer Folge besucht der etwas bekloppte Moderator Guy Fieri zwei konkurrierende Restaurants in Minneapolis, die sich darum streiten, wer der Erfinder eines speziellen Cheeseburgers ist. Die einen nennen es Jucy Lucy, die anderen Juicy Lucy. Beide haben gemeinsam, dass der Käse als Füllung in Mitten des Hacks steckt, anstelle auf der Oberseite zu zerfliessen.

Die Vorbereitungen der Burger Patties dauern natürlich etwas länger als für „normale“ Burger, mit ein wenig Übung ist das Hack aber trotzdem recht schnell geformt. Und so geht’s: Das Hackfleisch in doppelt so viele Portionen wie gewünschte Patties aufteilen und etwas durchkneten. Die einzelnen Lagen so dünn wie möglich (sonst gibt es nachher eine Kiefersperre wenn beide Lagen plus Füllung aufeinander liegen) ausrollen oder mit der Hand platt drücken und den Käse mittig auf der Hälfte der Patties verteilen. Die zweite Lage Hack auflegen und die Ränder sorgfältig verschliessen, damit später die Füllung nicht zu leicht rausfliessen kann. Anschliessend die Patties noch in Frischhaltefolie einwickeln (das hilft beim Verschliessen) und kalt stellen. Ungeschickte Köche (oder solche mit Zeitdruck) können eine spezielle Burgerpresse mit Platz für die Füllung wie die von Stufz benutzen.

Beim Grillen der Burger sollte man sich Zeit lassen. Die leicht angefrorenen Patties bei mittlerer Hitze und unter häufigem Wenden knusprig grillen. Durch die ordentliche Dicke braucht Ihr etwa 10-15 Minuten bis das Hack komplett gegart ist. Wenn die Burger bei direkter Hitze zu knusprig werden solltet Ihr sie indirekt bei geschlossenem Grill zu Ende garen.Sind die Burger fertig könnt Ihr die Brötchen toasten oder andere Vorbereitungen treffen.  Auch wenn der Magen schon ordentlich knurrt, es ist erst mal eine kleine Pause angesagt. Wer direkt in den Burger reinbeisst, der wird sich unter Garantie den Gaumen und das Kinn an der heissen Käsepampe verbrennen, die seitlich aus dem Pattie gequetscht wird!

Mein Fazit: Durch den Käsekern werden die Burger sehr saftig und das Kaugefühl ist eine willkommene Abwechslung. Geschmacklich ändert sich eher weniger und da die Patties recht mächtig sind, werden die meisten wohl nur einen oder vielleicht zwei Burger verspeisen können. Ich experimentiere gerne mit unterschiedlichen Toppings rum und ein einzelner Burger schränkt das doch ganz ordentlich ein. Alles in allem ein leckerer Test, ich denke ich greife beim nächsten Mal aber wieder zum klassischen Cheeseburger.

Was meint Ihr? Ist die Jucy Lucy eine echte Alternative zum altbekannten Hamburger oder reiner Schnickschnack?

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